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Wie funktioniert ein CO-Melder

Ein CO-Melder wird mit Alkaline- oder Lithium-Langzeit-Batterien betrieben. Er bedarf regelmäßiger Überprüfungen. Der CO-Warner sollte zusätzlich zum Rauchmelder installiert werden, da dieser nur Rauchentwicklung meldet, nicht aber Gasanreicherungen.

Keine Rauchentwicklung, aber tödliches Gas?

Ein Kohlenmonoxid-Melder für private Haushalte nutzt hochgradig empfindliche elektrochemische Sensoren. Er misst damit die Kohlenmonoxid-Gehalte in der Raumluft. Sinnvoll ist es, den CO-Melder in der Nähe einer Feuerstelle mit fossilen Brennstoffen zu installieren. Er gehört in die Nähe eines Kamins, einer Gastherme oder einer Ölheizung. Werden in dem bestückten Raum kritische Kohlenmonoxid-Schwellenwerte gemessen, schlägt das Gerät Alarm. Welche CO-Werte für den Menschen als kritisch anzusehen sind, legt die EN 50291-Norm fest. Alle auf dem Markt erhältlichen Warngeräte müssen sich nach diesen Normwerten richten. Jeder CO-Melder ist mit Sensor-Zellen aus Zinndioxid bestückt. Strömt an diesen Kohlenmonoxid vorbei, oxidiert es zu dem ungefährlichen Kohlendioxid. Dieser Vorgang nimmt Einfluss auf die Leitfähigkeit der Sensor-Zelle. Diese wertet die Widerstandsänderung aus. Je nach erreichter Konzentration des Kohlenmonoxids meldet die Zelle die Veränderung an den Raumnutzer. Dabei arbeitet sie bei niedrigen Gefahrenpotenzialen mit einer Zeitverzögerung. Bei hoher Gasdichte ab 100 ppm meldet das Gerät die Gefahr sofort. Die Dauer der Auslöseverzögerung ist genau festgelegt. Bei 33 ppm meldet das Gerät beispielsweise erst nach 120 Minuten. Wenn sich dieser Wert jedoch auf 50 ppm erhöht, soll das Warngerät bereits nach 60-90 Minuten ein Signal abgeben. Viele CO-Warnanlagen haben wegen der empfindlichen Sensoren eine relativ kurze Lebensdauer von maximal drei Jahren. Einige Modelle haben eine längere Lebensdauer von etwa zehn Jahren. Nach Ablauf der Lebensdauer müssen die CO-Warnsysteme gegen neue ausgetauscht werden.

Sicher ist besser

Das Gefährdungspotenzial von Kohlenmonoxid wird immer noch unterschätzt. Heutzutage besitzen viele Hausbesitzer Kamine und Gartenhäuser, die sie mit Wärmestrahlern beheizen. Sie nutzen Wohnwagen oder Kajütboote mit Gaskochern. Ein Kohlenmonoxid-Melder könnte gefährdete Menschen rechtzeitig vor einer Anreicherung mit dem geruchlosen Gas warnen. Währen die Amerikaner und Briten bereits freiwillig CO-Melder installieren, ist es hierzulande noch unüblich. Die hohe Zahl derer, die dem giftigen Gas alljährlich zum Opfer fallen, sorgt aber auch bei uns zunehmend für ein Umdenken. Fakt ist, dass etwa 500 Kohlenmonoxid-Todesfälle jährlich zu beklagen sind. Außerdem erkranken alljährlich viele Menschen an Multisystem-Erkrankungen wie MCS, weil sie unwissentlich über längere Zeit eine undichte Gasleitung hatten. Die Zahl der durch Kohlenmonoxid vergifteten Menschen, die an Folgeerkrankungen leiden, ist kaum abschätzbar. Man schätzt, dass jede dritte Intoxikation durch Kohlenstoffmonoxid nicht als solche erkannt wird. Insofern sind CO-Warner alternativlos.

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