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Wo kann Kohlenmonoxid austreten?

Das gasförmige und geruchlose Kohlenmonoxid entsteht immer dann, wenn organische Substanzen wie Holz, Holzkohle, Öl oder Erdgas unvollständig verbrennen. Reichern sich die Gase in einem Raum an, ist dies lebensgefährlich. Daher sind schlecht gewartete Gasheizungen, defekte Ölheizungen, unsachgemäß betriebene Kamine oder verstopfte Schornsteine an Heizungsanlagen, die auf Verbrennung basieren, die häufigsten Austrittsquellen von Kohlenmonoxid. Außerdem passiert es immer wieder, dass Menschen ahnungslos einen Gartengrill mit noch glimmender Grillkohle in einem Innenraum abstellen. Von dort verbreitet sich das gefährliche Gas unbemerkt.

Eine heimtückische Gefahrenquelle

Normalerweise verbrennen kohlenstoffhaltige Brennstoffe vollständig. Es entsteht Kohlendioxid, das für den Menschen ungefährlich ist. Der stille Killer ist das Kohlenmonoxid. Dieses Gas ist gefährlich, weil man es nicht bemerkt. Das Gas behindert die Sauerstoffaufnahme im Blut. Ungefähr 500-600 Menschen sterben in Deutschland alljährlich durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung. Die Gründe für solche Tragödien liegen in

– nicht bemerkten Lecks in Gasthermen und -leitungen
– Nachlässigkeit bei der Wartung von Durchlauferhitzern
– dem Betreiben eines Kohlengrills in geschlossenen Räumen
– unbemerkten Vogelnestern im Kaminabzug
– falsch eingestellten Drosselklappen am Kamin
– oder falsch angeschlossenen Kaminöfen.

Wer im Winter seinen Wohnwagen oder ein Gartenhaus mit einem Gasgrill beheizt, riskiert sein Leben. Gefährlich ist Kohlenmonoxid auch deshalb, weil es wegen seiner geringen Molekülgröße Wände durchdringen kann. Wenn der Grill im Nebenraum weiterglimmt, ist man ebenso gefährdet, als wenn er neben dem Bett stünde. Zuvor im Garten betriebene Holzkohle und Gasgrills dürfen niemals in geschlossenen Räumen auskühlen.

Ein Nestbau im Schornstein kann tödlich enden

Schornsteinfeger warnen davor, Schornsteine nicht regelmäßig zu reinigen. Wenn größere Vögel sich ausgerechnet dort ein Nest anlegen, kann der Abzug des Rauchgases nicht mehr funktionieren. Eine defekte Gastherme kann dann genauso tödlich sein wie eine, die dank regelmäßiger Wartung bestens funktioniert. Die regelmäßige Wartung der Gastherme nützt allerdings wenig, wenn der Schornstein nicht in regelmäßigen Abständen auf Vogelnester und Verstopfungen untersucht wird. Insbesondere Dohlen sind als städtische Höhlenbrüter geneigt, ihre Nester ausgerechnet in einem Schornstein anzulegen. Sie bauen ihre Nester auf der Grundlage von Ästen, die sie als Gerüst im Schornstein verkeilen. Darauf kommen dann die eigentlichen Lagen, die das Nest bilden. Problematisch ist, dass die Dohle das Nest in größerer Tiefe – bis zu fünf Meter sind möglich – anlegt und sehr dicht konstruiert. Mitunter liegen die Nester so tief im Schornstein, dass er aufgestemmt werden muss, um das Nest zu entfernen. Dohlengitter könnten den Nestbau verhindern. Sie werden aber nicht standardmäßig mit verbaut.

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