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Wie lange dauert es, bis man an einer Kohlenmonoxidvergiftung stirbt?

Kohlenmonoxid ist ein tückisches Gas. Ohne einen Kohlenmonoxid-Melder kann man es nicht bemerken. Das Gas ist geruchslos und geschmacklos. Es kann selbst Wände mühelos durchdringen. Die Quelle der Gas-Vergiftung muss daher nicht einmal im selben Raum liegen. Solange alle Räume gut durchlüftet werden, muss Kohlenmonoxid nicht zur Gefahr für Leib und Leben werden. Kritisch wird es aber, wenn das Gas sich in größerer Konzentration im Raum anreichert.

Die ersten Anzeichen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung

Oftmals werden die ersten Symptome einer Vergiftung mit dem tödlichen Gas falsch gedeutet. Auch deshalb kommt es in der Bundesrepublik immer wieder zu Tragödien. Ganze Familien sterben, weil sie

– eine Gastherme nicht oft genug gewartet haben
– ein Leck in der Gasleitung nicht bemerkten
– noch glimmende Grillkohle in einem schlecht durchlüfteten Innenraum auskühlen ließen
– einen Kaminofen unsachgemäß betrieben haben
– oder ein Dohlennest im Schornstein nicht bemerkten.

Sobald sich Abgase aus unvollständigen Verbrennungsvorgängen mit organischen Heizmaterialien im Wohnbereich anreichern, kommt es zu Gereiztheit, Unwohlsein oder Kopfschmerzen. Manchmal wird einem auch übel oder man fühlt sich verwirrt. Die Ursachen dafür sucht man oft vergebens. Außerdem tauscht man sich nicht unbedingt darüber aus, dass alle Familienmitglieder plötzlich Kopfschmerzen haben. Möglicherweise beschlagen die Fenster oder im Heizungskeller ist die Luft feuchtwarm. Aber auch das ist ein unspezifisches Anzeichen. Auf eine hohe Abgaskonzentration würde man daraus nicht schließen. Atemnot oder Krämpfe sind ein letztes Warnzeichen. Aber man nimmt diese oft erst kurz vor dem bewusstlos werden wahr. Bemerkt man diese Anzeichen und vermutet eine Vergiftung, sollte man sofort alle Fenster öffnen, die Wohnung verlassen und die Feuerwehr anrufen. Die Suche nach der Quelle der Vergiftung sollte man Fachleuten überlassen.

Der Tod tritt durch Ersticken ein

Atmet man das angereicherte Kohlenmonoxid weiter ein, verliert man schnell das Bewusstsein. Dann ist alles zu spät. Am schlimmsten ist es, wenn sich das Kohlenmonoxid unbemerkt ausbreitet, während man schläft. Der Organismus hat im Schlaf keine Möglichkeit, darauf zu reagieren. Er kann den Schläfer zum Beispiel nicht alarmieren, sodass er wach wird. Die Organfunktionen sind weitgehend heruntergeschaltet. Die tödliche Gefahr wird aber auch beim Wachzustand nicht registriert. Ist die Kohlenstoffdioxid-Konzentration hoch genug, stirbt man binnen zehn Minuten. Bei einer niedrigen Kohlenmonoxid-Konzentration kann es wesentlich länger dauern. Der Grund liegt darin, dass die Kohlenmonoxid-Atome sich an das Hämoglobin binden und die Sauerstoffaufnahme des Blutes behindern. Die Menschen ersticken im Schlaf. Sie sind nicht mehr in der Lage, Kohlendioxid herzustellen und auszuatmen.

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