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Wie kann man Kohlenmonoxid erkennen?

Die Anwesenheit von steigenden Kohlenmonoxid-Konzentrationen im Raum kann man nur durch einen Kohlenmonoxid-Melder erkennen. Ansonsten ist das tödliche Gas vollkommen geruchlos. Es hat keinen Geschmack und man kann es auch sonst nicht erkennen. Auch die entstehenden Symptome sind nicht spezifisch genug, um sie auf Kohlenmonoxid zurückzuführen. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder andere Begleitsymptome, die eine beginnende Kohlenmonoxid-Vergiftung anzeigen, sind zu unspezifisch, um sie auf eine konkrete Ursache zurückzuführen. Selbst die herbeigerufenen Rettungskräfte und Notärzte gefährden sich erschreckend oft, weil sie die Gefahr nicht erkennen oder unterschätzen.

Kohlenmonoxid ist ein unsichtbarer Gegner

Nicht nur bei der Wiener Feuerwehr ist das Thema zunehmend wichtiger geworden. Da sich immer wieder Einsatzkräfte nicht ausreichend schützen, weil sie die Gefahr verkennen, werden heute vermehrt Schulungen zum Thema angeboten. Denn eine Kohlenmonoxid-Vergiftung kann auch bei einem Küchen- oder Schwelbrand entstehen. Sie ist ein Bestandteil der Rauchvergiftung – und deswegen ist diese so gefährlich. Je nach Konzentration des gefährlichen Gases kann man bei Inhalation desselben binnen zehn Minuten daran sterben. Das farb-, geruch- und geschmacklose Gas kann von den menschlichen Sinnesorganen nicht erfasst werden. Sollte es passieren, dass man ein beschlagenes Fenster bemerkt oder seine Kopfschmerzen auf die richtige Ursache zurückführt, ist es oft schon zu spät. Die einzige Instanz, die eine Kohlenmonoxid-Anreicherung in einem Raum erkennen kann, ist ein CO-Meldegerät. Die Gefahr ist auch deshalb nicht zu unterschätzten, weil das Gas in der Lage ist, sich in benachbarte Wohnungen auszubreiten. Es ist aufgrund seiner Struktur auch in der Lage, die Decke zur darüber liegenden Wohnung zu durchdringen. Da die Nachbarn noch weniger erkennen können, warum sie plötzlich Kopfschmerzen haben, wäre die vorgeschriebene Installation von CO-Warngeräten in allen Wohnräumen und Betrieben eine sinnvolle Maßnahme.

Auch die Ursachen werden oft nicht erkannt

Oft kann man nicht einmal die Verursacher der Kohlenmonoxid-Vergiftung erkennen. Neben so augenfälligen Dingen wie dem ausglühenden Holzkohlengrill, den man zum Auskühlen mit in die Wohnung genommen hat, sind viele weniger augenfällige Vergiftungs-Verursacher zu nennen. Kaum ein Hausbesitzer ahnt, dass der Schornstein durch ein Wespennest oder durch heruntergefallene Ziegelsteine verstopft ist. Aufgrund der Vielseitigkeit der Gefahrenherde geraten diese oft nicht ins Blickfeld. Mangelnde Wartung von Feuerstätten kann genauso eine Kohlenmonoxid-Vergiftung zeitigen wie eine verklebte Zuluft-Öffnung, ein Schwelbrand oder eine falsch eingestellte Klimaanlage. Wer seinen Wohnwagen mit der Restwärme des Grills beheizen will, stirbt genauso daran wie jemand, der einen Suizid mithilfe von Autoabgasen inszeniert. Letzterer beendet sein Leben allerdings absichtsvoll durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung.

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