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Wer braucht einen Kohlenmonoxidmelder?

Kohlenmonoxid-Melder können sowohl in Privathaushalten – bei Mietern und Hausbesitzern -, als auch in Unternehmen oder bei Hausverwaltungen mit großem Immobilienbestand ein Thema werden. Genau gesagt, sind solche Meldegeräte immer dann sinnvoll, wenn es irgendwo eine potenzielle Kohlenmonoxid-Quelle wegen eines nicht vollständig ablaufenden Verbrennungsvorgangs gibt. Die bekannten und offensichtlichen Kohlenmonoxid-Quellen sind

  • Autos, deren Motor man in geschlossenen Garagen laufen lässt
  • unsachgemäß bediente Kamine und Kaminöfen in Häusern und Wohnungen
  • überalterte Ölheizungen im Keller
  • Camping-Gaskocher oder -heizungen, die im Wohnwagen betrieben werden
  • unzureichend gewartete Gasthermen oder Durchlauferhitzer in Küchen und Badezimmern
  • Schornsteine, in denen wegen eines tief sitzenden und den Schornstein weitgehend abdichtenden Dohlen- oder Wespennestes kein ausreichender Dunstabzug mehr möglich ist
  • oder noch nachglimmende Grillkohle, die man auf dem Balkon benutzt hat.Letzteres ist vor allem dann lebensgefährlich, wenn man den Grill anschließend in die Wohnung trägt, um ihn dort vollständig auskühlen zu lassen. Selbst wenn der Grill im Nebenraum steht, kann das geruchlose Gas durch die Wände und Türritzen ins Schlafzimmer dringen. All diese Umstände können zu einer Anreicherung des gefährlichen Kohlenmonoxids führen. Eine weniger offensichtliche Quelle für eine Kohlenmonoxid-Anreicherung in geschlossenen Räumen stellen Zigaretten dar. Sitzen in einem nicht gut gelüfteten Raucherraum in einem Krankenhaus 12 Menschen und rauchen je zwei Zigaretten, steigt die Dichte des Kohlenmonoxids beträchtlich an. In all diesen Umständen sind Kohlenmonoxid-Melder an den Wänden sinnvoll.

    Benötigen auch andere Menschen einen Kohlenmonoxid-Melder?

    Möglicherweise wäre es generell sinnvoll, neben den bereits in vielen Bundesländern gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmeldern auch Kohlenmonoxid-Meldegeräte zu installieren. Fakt ist, dass eine unbekannte Zahl Menschen Kohlenmonoxid-Vergiftungen in niedriger Dosis erleben, ohne es zu wissen oder daran zu sterben. Die dadurch entstehenden Symptome werden oft falsch gedeutet. Mögliche gesundheitliche Folgen können in einem Erschöpfungssyndrom oder in einer Erkrankung wie „Multiple Chemische Sensitivität“ bestehen. Kohlenmonoxid entsteht auch bei Bränden, beispielsweise einem Küchenbrand. Solange man die entstehenden Gase ausreichend ablüftet, kann keine gefährliche Gas- oder Kohlenmonoxid-Konzentration im Raum entstehen. Das ändert sich jedoch, wenn man den Raum nicht belüftet, weil man einige Tage abwesend ist. Viele Experten raten aufgrund der hohen Zahl an Toten durch Kohlenmonoxid-Vergiftungen dazu, generell eine Installation mit Kohlenmonoxid-Meldern zu empfehlen. Denn eine Vergiftungsgefahr besteht immer dann, wenn man Haushaltsgeräte benutzt, die kohlenstoffhaltige Substanzen verbrennen. Dabei handelt es sich in der Regel um nicht vollständig verbranntes Erdgas in Leitungen, um sogenanntes „Flaschengas“, um verbranntes Holz, die Verwendung von Holzkohle oder das Heizen mit Öl.

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